Traditioneller Skiwerbetag am Fendtenfeld
Recht dick war die Schneedecke nicht, deshalb wurden die Tage vor dem Rennen noch intensiv genutzt für die Vorbereitung der Piste, das hieß Schnee auf die Strecke schaufeln damit auch keine aperen Stellen entstehen. Das Fendtenfeld liegt auf der schattigen Seite von Ramsau, direkt gegenüber der Kirche, dort wo im Januar noch kein Sonnenstrahl hinfindet. Die Piste konnte also gut durchfrieren und zeigte sich am Renntag in bestem Zustand.
Am Samstag, den 31.1. versammelten sich alle Teilnehmer mit Eltern, Großeltern, Tanten, Onkeln, Bekannten und Freunden am Mesnerhaus. Dort wurden die Startnummern an die fast 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgegeben, der Elternbeirat der Grundschule verteilte eine kleine Stärkung und so ließ es sich unter blauem Himmel und Sonnenschein gut verweilen.
Pünktlich nach dem 12-Uhr-Läuten der Ramsauer Kirche startete der Zug, angeführt von der Musikkapelle, gefolgt von der Vorstandschaft und den Ehrenmitgliedern des Skiklubs, den Vertretern der Gemeinde, den Rennläuferinnen und Rennläufern und allen begeisterten Zuschauern. Teilweise war ein Fünkchen Nervosität in den Gesichtern zu erkenne, doch vor allem war jedem Einzelnen die Vorfreude und der Stolz, an diesem Event teilzunehmen, anzusehen.
An der Rennstrecke angekommen war Muskelkraft gefragt, denn einen Lift sucht man am Fendtenfeld heute vergebens. Hier marschieren die Teilnehmer zu Fuß zu ihren jeweiligen Starts, so wie es schon die Eltern und teilweise die Großeltern in Ihrer Kindheit getan haben. Immerhin hat man dann schon sein Aufwärmprogramm absolviert.
Die Zwergerl hatten zwei Richtungstore zu bewältigen, die Vorschulkinder vier.
Mathilde Gschoßmann vom Kaltbachhäusl eröffnete mit der Startnummer 1 das Rennen, die jüngsten Teilnehmer waren Lina Janitschke und Andreas Wegscheider (beide Jahrgang 2023).
Dominic Hillebrand führte als Kommentator professionell durchs Rennen.
Ab der ersten Klasse starteten die Kinder von ganz oben. Viele der Rennläufer trainieren regelmäßig mit dem Skiklub, sie zeigten alle ihr Können und beeindruckten mit schnellen Schwüngen und Ideallinie die Zuschauer. So auch Kilian Keilhofer, der mit 15.71 Sek. die schnellste Zeit des Tages erreichte. Alle Teilnehmer wurden vom Publikum lautstark angefeuert. Im Zielbereich gab es von Skiklub und Elternbeirat für alle Würstel, Kuchen und warme Getränke.
Bei der anschließenden Siegerehrung im Gasthaus Oberwirt versammelten sich alle im Großen Saal um die Leistungen der Teilnehmer zu feiern. Für die Plätze eins bis drei gab es Pokale mit Sachpreisen, ab dem vierten Platz freuten sich die Kinder über Medaillen.
Ganz besonders glücklich waren die Grundschulmeister Jacob Punz (Jhg. 2015, 4.Klasse) und Robin-Sophie Bartels (Jhr. 2016, 4. Klasse) die mit großem Stolz ihre Trophäen entgegen nahmen. Toni Grassl bedankte sich im Namen des Skiklubs bei allen Beteiligten und fleißigen Helfern und beendete die Veranstaltung mit einem dreifachen „Ski heil!“.
In den vergangenen Jahren musste der Skiklub mit der Durchführung des Skiwerbetag aufgrund des Schneemangels oft an den Götschen ausweichen. Zwar ist dort die Durchführung mit vorhandenen Liftanlagen, professionell präparierten Pisten, dem großen Parkplatz direkt vor Ort, etc. deutlich einfacher, doch der Skiwerbetag im Dorf, mit dem Umzug und der Musikkapelle ist schon etwas ganz Besonderes und Einmaliges.
Bei allen Erwachsenen Ramsauern weckt er Kindheitserinnerungen und viele Emotionen. Für die Ramsauer ist das ein eigener Feiertag.
Und so der Skiklub mit allen Ramsauern für die nächsten vielen Jahre, den Skiwerbetag am sogenannten „Fendtengletscher“ durchführen zu können, dort wo er traditionell hingehört.